Hundetraining – Die Welpenerziehung

Vergleicht man Kindererziehung mit der Erziehung von Hunden, so stellt man fest, dass sich erstaunlich viele Themen ähneln. Hundebesitzer und Eltern haben in vielen Fällen mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Natürlich müssen Kinder nicht an die Leine genommen werden und Maulkörbe sind zum Glück auch unüblich bei den lieben Kleinen. Allerdings sind Konsequenz und klare Regeln bei der Erziehung von Vier- und Zweibeinern gleichermaßen von enormer Bedeutung.

Im Zweifel hat man es mit Kindern jedoch leichter, sie sind nicht so schnell wie Hunde und ihre Beißkraft hält sich auch in Grenzen. Ein unerzogenes Kind stellt keine Gefahr für die Umwelt dar. Dagegen kann ein ungezogener Hund zur wirklichen Bedrohung werden, wenn diesem beispielsweise das Beißen nicht hartnäckig antrainiert wurde.

Welpenerziehung wann beginnen?

Welpenerziehung wann beginnen
Welpenerziehung wann beginnen

Eine weitere Gemeinsamkeit von Kinder- und Hundeerziehung: Bei beiden Lebewesen ist die Phase der Früherziehung besonders wichtig. Vor allem in der Zeit zwischen der 2. und der 14. Lebenswoche sind Hunde besonders lernfähig, was sie sich in diesem Altersabschnitt aneignen, ist prägend für das spätere Hundeleben. Werden also bei der Welpenerziehung Fehler gemacht, so lassen diese sich zum Teil nur schwer wieder ausbügeln.

Gerade bei sehr jungen Hunden sind daher Konsequenz und Zuneigung essenzielle Parameter. Einerseits sollten Trainingseinheiten regelmäßig stattfinden, wobei sich der Erziehende stets darüber im Klaren sein muss, dass der eigene Hund noch unerfahren ist und man für ihn einen Mutterersatz darstellt. Besonders bei Welpen muss man somit einiges an Geduld mitbringen. Wenn es einmal nicht so läuft wie gewünscht, ist es außerdem von Bedeutung, dass solche Macken nicht dem Tier zugeschrieben. In solchen Situationen sollte man stattdessen immer das eigene Training hinterfragen und eventuell verändern.

Welpenerziehung was ist wichtig?

Im Sinne einer ertragreichen Welpenerziehung sind einige Punkte unverzichtbar. Zunächst sollte Wert auf Stubenreinheit gelegt werden. Ein wohlerzogener Hund verrichtet sein Geschäft selbstverständlich außerhalb der Wohnung. Hygiene sollte allgemein ein zentrales Thema darstellen, je früher sich ein Hund ans Baden gewöhnt desto besser. Denn auch zugunsten der eigenen Gesundheit sollte die Wohnung möglichst kot- und keimfrei bleiben. Wenn doch mal in die Wohnung gemacht wird, besteht ein typischer Erziehungsfehler darin, den Hund mit der Nase in seine Hinterlassenschaften zu stupsen.

Welpenerziehung was ist wichtig
Welpenerziehung was ist wichtig

Ebenfalls förderlich für die positive Entwicklung des Welpen ist umfassende Gewöhnung an die Umwelt. Ein ordentliches Sozialverhalten kann sich nur bei regelmäßigem Kontakt zu Menschen und Artgenossen ausbilden. Zur Umweltanpassung gehört etwa, dass man Hunde früh mit bestimmten, immer wiederkehrenden Geräuschen vertraut macht. Kindergeschrei, das Geräusch der Klingel oder musikalische Beschallung, all das kann Hunde potenziell unter Stress setzen. Egal, ob man seinem Welpen Hörbefehle wie „Sitz“ oder „Platz“ näherbringt, oder ihm versucht das Betteln am Tisch abzugewöhnen, für unsere vierbeinigen Gefährten ist alles nur ein Spiel. Am nachhaltigsten Lernen daher Hunde, wenn ihnen Befehle und Fähigkeiten auf spielerische und abwechslungsreiche Art und Weise vermittelt werden.

Grundsätzlich sollten sich Hundebesitzer damit auseinandersetzen, in was für einer Lebenswelt ihr Vierbeiner aufwachsen wird. Wird er auf dem Land leben oder in der Stadt? Wird er viel Umgang mit Menschen haben? Mit der Beantwortung dieser Fragen kann ein erfolgreiches Training besser geplant werden.