Hundetraining – Die Hundeerziehung

Die Deutschen lieben Hunde. Stolze 13 Prozent aller Haushalte nennen einen oder mehrere Vierbeiner ihr eigen, insgesamt leben in Deutschland knapp 5,5 Millionen. Kaum verwunderlich dass aktuell rund 2000 Hundeschulen ihre professionelle Hilfe anbieten. Hundeerziehung ist so populär wie nie zuvor und „Hundeflüsterer“ – Fernsehsendungen verzeichnen erstaunlich hohe Einschaltquoten.

Hundeerziehung ist wichtig!

Hundeschule
Hundeschule

Der Erfolg dieser Hundetraining Coaching-Dokus zeigt deutlich das Interesse an gekonnt vermittelter Hundeerziehung. ‚Wenn Hunde nur sprechen könnten‘, so mancher Hundebesitzer wird sich genau dies schon einmal gewünscht haben. Wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages technische Geräte, die Hundesprache in Menschensprache übersetzen. So interessant diese Vorstellung ist, notwendig sind solche Innovationen an sich nicht. Denn wie Hunde kommunizieren kann man erlernen. Und genau in dieser Fähigkeit, den Hund zu „lesen“, liegt der Kern moderner Hundetrainings. Nur wenn man um die Bedürfnisse des eigenen Hundes weiß, kann man mittels Fachwissen auch auf dessen Verhalten einwirken. Bevor man also seinen Liebling beginnt zu trainieren, sollten sich die Besitzer zunächst einmal selbst ausgiebig schulen.

Erfreulicherweise sind Hunde lernfähige Geschöpfe, das verdanken sie ihrer Lebensform im Rudel. Ihr genetisches Material ist auf soziale Verbände angelegt, dennoch müssen Hunde die entsprechenden Umgangsformen Schritt für Schritt lernen. Für die dafür notwendige Orientierung ist das Herrchen verantwortlich. Dabei sollten Hundeerzieher stets großen Wert auf ihre Körpersprache legen, denn Hunde sind sehr aufmerksame Beobachter und jede Bewegung wird wahrgenommen. Und ob ein Hund gerade erfreut, aggressiv oder ängstlich ist, signalisiert er hauptsächlich über die Körperhaltung. Wenn man zum Beispiel ruhig agiert, überträgt sich diese Ausgeglichenheit auch auf den Vierbeiner. Und Kontrolle gestaltet sich bei einem entspannten Hund wesentlich unkomplizierter als bei nervösen Exemplaren. Man kennt es aus Alltagssituationen. Beim Anblick von Spaziergängern mit Hund drängt sich immer wieder die Frage auf: „Wer geht hier eigentlich mit wem Gassi?“. Von schlechten Hundemanieren können unzählige Herrchen ein Lied singen. Fast jeder kennt mindestens eine „Problemzone“ bei seinem Vierbeiner. Am häufigsten geklagt wird über das Betteln am Tisch, das „Begrüßungsanspringen“ oder das Nichtbefolgen von Befehlen.

Welche Hundeerziehung ist die Beste?

Welche Hundeerziehung ist die BesteUm solchen ungewollten Angewohnheiten entgegenzuwirken, muss das Herrchen jederzeit der Chef im Rudel sein, das Zauberwort heißt hier Kontrolle. Diese ist manchmal jedoch nicht so leicht, umzusetzen, etwa bei älteren Hunden, bei denen sich manche Verhaltensmuster bereits verfestigt haben. Allgemein müssen erzieherische Regeln Schritt für Schritt angewendet werden, wobei sich das Niveau der Übungen stetig steigern sollte. Hier kommt es auch sehr auf Genauigkeit an. Man sollte sich etwa beim Herbeirufen nicht damit begnügen, wenn der Vierbeiner sich daraufhin nur einige Meter nähert. Auf welchen Erziehungsstil der jeweilige Hund am besten anspricht, ob zum Beispiel Lob oder Leckerli sinnvoller sind, lässt sich erst in der Praxis erfahren.

Egal, für welchen Ansatz man sich bei der Hundeerziehung entscheidet, die goldene Regel lautet, dass Hunde wissbegierig sind und genaue Vorgaben erwarten. Wenn die Kommunikation mit dem Tier also gelingt, steht dem guten Benehmen nichts mehr im Wege. Zusammengefasst könnte man sagen: Bring deinen Hund dazu, dass er versteht, was du von ihm willst. Und dann bring ihn dazu, dass er es tut.